Der neue Raum ist als Instrument für flexible Szenarien konzipiert. Versus der statischen Ordnung der klassizistischen Handelskammer geht es uns um einen fluktuierenden, veränderbaren Raum der Gegenwart, der den Charakter der Halle intensiviert. Der 3-dimensionalen Reliefierung des steinernen Gebäudes begegnen wir mit glatten, transparenten oder reflektierenden Elementen. Das Ziel ist ein vieldeutiger, kinetischer Raum. Zwischen den internen öffentlichen Feldern, bestehend aus "Parkett" und "Licht", befinden sich Membrane aus Glas und Aluminium, die Funktionen und Zonen gleichzeitig abgrenzen und in Beziehung setzen. Durch deren Transparenz, Transluzenz, Reflektion und gescreenten Images entsteht ein kontinuierlicher Raum, der mit dem historischen Raum interagiert. Die neuen architektonischen Elemente bilden statische oder fexible Layer, vor, bzw. zwischen denen sich ein kontinuierlich wechselndes Programm abspielen kann. Die neue Architektur als Instrument schafft einen Raum des Ereignisses und der eigenen Erfahrung, einen Raum, der ständig durch seine Nutzer neu kreiert wird. Insofern ist er, vergleichbar einem überdimensionalen Börsenpaneel kinetisch, immer in Veränderung.
Programm Errichtung eines neuen Baukörpers in Halle I der Handelskammer HH Ort Hamburg, Börsengebäude am Adolphsplatz Auslober Handelskammer Hamburg Leistung Realisierungswettbewerb nach vorgeschaltetem Auswahlverfahren Jahr 2002 Projektteam K. Schemel, A. Moers, N. Sommer, H. Kampherbeek Material Glas, Aluminium , Mooreiche, Leder, Licht Nutzfläche 1.250 m2