Der im Zusammenhang mit der Berlinale stattfindende European Film Market soll in den kommenden 10 Jahren nicht mehr in architektonisch messetypischem Umfeld, sondern im Martin Gropius Bau, einem repräsentativen Museumstyp des 19.Jhdts. mit aufeinander folgenden Sälen, Sicht- und Tageslichtbeziehung, und stilistischer Opulenz veranstaltet werden. Vor der Kulisse dieser untypischen, weil extrem spezifizierten Räumlichkeiten und den Anforderungen der zukünftigen Flexibilität im Hinblick auf int. Marktöffnungen/-verschiebungen fokussierte unsere Auseinandersetzung nicht auf eine objektartige Messearchitektur, sondern primär auf programmatische Innovationen. Wir arbeiteten mit der Vorstellung, das Projekt "Film-Messe" wie ein Script aufzubauen, als ob es ein organisatorisches Modell wäre, welches zu jeder Zeit betreten und rekonfiguriert werden kann. Das Programm haben wir in spezifische materielle Organisationen übersetzt - in Dichte, Topologie, Zeitplan und Form. Die konzipierten, teilweise hybriden Programmkomponenten wurden als "spatial sceneries" gedacht, in welchen Kommunikation und Vernetzung auf differenzierte Art und Weise stattfinden können.
Programm European Film Market Ort Marin Gropius Bau, Berlin Auslober Berliner Festspiele GmbH Leistung LPH 1-2/3 Jahr 2004 Projektteam Kirsten Schemel Architekten BDA in Kooperation mit chezweitz/Szenographie und Rose Apple/Grafikdesign Büroteam S. Pfeiffer, N. Sommer Nutzfläche ca. 7000 m2 NGFF